Swiss Re Next

Im Gebäude Swiss Re Next wurden die Taschenfilter aller Zuluftgeräte neu mit Elektrofiltern ersetzt. Das Ziel war, die Geräte wirtschaftlich und effizienter zu betreiben, die Luftqualität und Hygiene verbessern, die Umwelt zu schonen und nicht nur die energetischen Grenzwerte, sondern auch die Zielwerte zu erfüllen.

Rahmenbedingungen

  • Büro- und Verwaltungsgebäude
  • Hauptsitz von Swiss Re am Mythenquai 50, Zürich
  • Baujahr 2017
  • Gebäudebezeichnung: Next
  • ca. 1'030 Mitarbeiter (2018)
  • 13 Lüftungs- und Klimaanlagen
  • etwa 130'000 m3/h Lufteintrag

Projektbeschreibung

Alle Zuluftgeräte im Gebäude Next, anfänglich über zwei Taschen-filterstufen (F7/F9) betrieben, wurden mit Elektrofiltern (H10) ausgestattet. Die Elektrofilterkassetten konnten ohne Monobloc-Umbauten in die bestehenden Filterhalterungen der F7-Filter eingesetzt werden. Aussen am Monobloc wurde die Steuerung angebracht, welche die E-Filter in Abhängigkeit vom Volumenstrom der Anlage regelt. Dem Elektrofilter nachgeschaltet wurde ein 5cm breiter Aktivkohlefilter zur Verringerung der Ozonwerte als zusätzlicher Komfort (nicht zwingend notwendig). Der Zugang zum Elektrofilter im Monobloc ist durch einen Türkontakt abgesichert. Betrieb, Störungen und Reinigungsintervalle der Filter werden vom Gebäudeleitsystem überwacht und visualisiert.

Vorteile der Elektrofilter

  • Ersetzt beide Taschenfilterstufen bei besserem Abscheidegrad
  • Feinstaubbelastung der Luft wird nahezu komplett eliminiert
  • Sehr geringe Druckverluste
  • Hygienisch besser, weniger Bakterien, kein Problem bei Nässe
  • Hohe Lebenserwartung
  • Wegfall der jährlichen Filterbeschaffung und Entsorgung

Nachteile der Elektrofilter

  • Transportiert die Aussenluft viele grobe Teilchen wie z.B. Blätter oder Insekten, können häufige Reinigungen der vorgebauten Maschengitter erforderlich werden
  • Ist die Aussenluft mit schädlichen Stoffen belastet, kann dies die E-Filter beschädigen (ist vor Einbau zu prüfen)

Kosten

Die Wartungs- und Instandsetzungskosten entsprechen im Normalfall etwa dem Aufwand für den Tausch und die Entsorgung der Taschenfilter (ohne Materialkosten).

Fazit / Resultat

Die erzielten Einsparungen erlauben eine Amortisationszeit von etwa 10 Jahren, gerechnet bei Betriebszeiten von Bürolüftungsanlagen unter Berücksichtigung des Teillastbetriebs. Dabei wurden auch die Fördergelder mit angesetzt.

Betreffend der Luftqualität kann unseren Mitarbeitern durch den Einbau von Elektrofiltern - inmitten in der Stadt Zürich - eine hygienisch bessere, nahezu feinstaubfreie Luft geboten werden.

Eckdaten / Kennzahlen

  • Minderung der mittleren Druckverluste der Zuluft-Filter: min. 80%
  • Minderung der Gesamtdruckverluste im Monobloc: etwa 10%
  • Nahezu 100% der Feinstaubanteile in der Aussenluft werden herausgefiltert